Russland und die NATO: “Eskalation muss verhindert werden“

In einem Gespräch mit dem RBB Inforadio befasst sich Professor Michael Staack mit dem neuen NATO-„Masterplan“ für einen militärischen Konflikt mit der Russischen Föderation an mehreren Fronten, der beim Treffen der NATO-Verteidigungsminister am 21. und 22. Oktober 2021 kommuniziert worden war. Obwohl es vergleichbare Pläne auch nach dem Ende des Ost-West-Konflikts immer gegeben habe, stelle der „Masterplan“ eher einen Beitrag zur Verschärfung der Spannungen dar. Zwar hätten weder das westliche Bündnis noch Russland das Ziel, einen Krieg zu beginnen; ohne hinreichende Kommunikation wachse aber die Wahrscheinlichkeit einer Eskalation aus Versehen. Ein Atomwaffeneinsatz in Europa würde die Vernichtung des Kontinents bedeuten. Michael Staack kritisierte, dass schon seit Jahren keine ernsthafte Bereitschaft der NATO zu substanziellen Gesprächen mit Russland erkennbar sei. Die militärischen Kontakte zur Krisenvorbeugung sollten ausgeweitet werden, wie von den meisten Expert*innen empfohlen. Aus seiner Sicht fehlt der NATO eine Strategie des Dialogs als Ergänzung zur Strategie der Abschreckung.

 

Zum Link auf der Homepage des RBB