„Against all Odds – Ist eine Lösung des Nordkorea-Konflikts möglich?“

Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Vortrags von Professor Michael Staack beim Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel am 30. Mai 2018. Nach Auffassung von Michael Staack sind die vier wichtigsten Konfliktparteien – Nord- und Südkorea, die USA und China – an einer Regelung des Konflikts interessiert. Die Vorstellungen über den Inhalt einer solchen Regelung (insbesondere die Gestaltung des Prozesses der Denuklearisierung, die Festlegung von Sicherheitsgarantien für Nordkorea und die wirtschaftliche Unterstützung des Landes inklusive der Aufhebung der Sanktionen) gingen aber weit auseinander. Es sei ein positives Zeichen, dass für die US-Administration nunmehr erstmals Experten verhandelten, um ein Gipfeltreffen Trump-Kim vorzubereiten. Südkorea, so Professor Staack, habe den gesamten Prozess in den vergangenen Monaten immer wieder durch eigene Initiativen und Vermittlung vorangetrieben, zwischen Nordkorea und den USA moderiert und bereits jetzt ein „Meisterstück kluger und höchst professioneller Diplomatie“ geliefert.