Entscheidend für eine erfolgreiche Stabilisierung Malis seien die konsequente Fortführung des stockenden Friedensprozesses sowie Fortschritte bei wirtschaftlicher Entwicklung, Bildung, Korruptionsbekämpfung und bei der Gleichberechtigung der Frauen. Diese Auffassung vertrat Professorin Djénéba Traoré, die Generaldirektorin des West Africa Institute (www.wai.iao.ecowas.int) in Praia (Cabo Verde), am 28. Mai 2018 in einem Vortrag an der HSU. Die Geistes- und Sozialwissenschaftlerin stammt aus Mali, hat an der Humboldt-Universität Berlin promoviert und war u.a. Rektorin der Humanistischen Universität in der Landeshauptstadt Bamako. Ausführlich schilderte sie die Genese der verschiedenen Tuareg-Rebellionen und des Aufstands 2012/13, der fast zum Auseinanderbrechen Malis geführt hatte. Deutschland, so Djénéba Traoré, sei in den letzten Jahren zum wichtigsten Partner Malis in der Entwicklungszusammenarbeit geworden; die verlässliche Zusammenarbeit werde allgemein geschätzt. Auch der Beitrag der Bundeswehr sei derzeit unverzichtbar für die Entwicklung des Landes. Professorin Traoré besuchte die HSU nach 2015 bereits zum zweiten Mal. Die Gespräche dienten auch der Vertiefung der Kooperation zwischen dem West Africa Institute und dem Institut für Internationale Politik mit Professor Staack.
