Schwerpunkt-Heft der Friedens-Warte: „Mythen der etablierten Sicherheitspolitik“

Das nun erschienene Heft 3-4 (2019) der von den Professoren Andreas von Arnauld, Christian Tomuschat und Michael Staack herausgegebenen Friedens-Warte beschäftigt sich im Schwerpunkt mit dem Thema „Mythen der etablierten Sicherheitspolitik“. Der mehrdeutige Begriff des Mythos bezeichnet hier zu Gewissheiten geronnene Glaubenssätze. Solche Mythen fördern politische Entscheidungen, die von problematisierungsbedürftigen Voraussetzungen ausgehen. Aufgabe der Wissenschaft ist es, Annahmen, die politischen Entscheidungen zugrunde liegen, kritisch zu hinterfragen und auf ihre Plausibilität hin zu untersuchen. Es ist evident, dass aus fehlerhaften Annahmen auch hochproblematische Entscheidungen resultieren können. Weitverbreitete Mythen können den Weg zu sachgerechtem gesellschaftlichem Diskurs und guter Politik blockieren. Dreizehn Autor/innen diskutieren im nun vorliegenden Heft Mythen wie „Die kooperative Weltordnung verfällt“ oder „Die Klimakrise erfordert verstärkt sicherheitspolitische Maßnahmen“. Die Friedens-Warte ist als älteste Zeitschrift im deutschsprachigen Raum für Fragen der Friedenssicherung und der internationalen Organisationen ein zentrales Forum der friedenswissenschaftlichen Diskussion. Neben dem fachlichen Austausch innerhalb und zwischen den Disziplinen will die Zeitschrift traditionell einen Beitrag dazu leisten, das für eine Politik der aktiven Friedensgestaltung erforderliche Fachwissen in die politische Praxis zu vermitteln.

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