Konferenz in Prag: “Current and Future Challenges on the Korean Peninsula”

Wie wird sich die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel nach den nordkoreanischen Nukleatests und der  verschärften Konfrontation zwischen USA und Nordkorea seit dem Sommer 2017 entwickeln? Über diese Frage diskutierten internationale Experten am 23. und 24. November 2017 im Rahmen einer Konferenz in Prag, die gemeinsam vom Center for Asian Studies der Wirtschaftsuniversität Prag und der Botschaft Südkoreas in der Tschechischen Republik organisiert wurde. Professor Staack sprach im Panel Security issues on the Korean Peninsula: challenges from North Korea´s nuclear development. Voraussetzung jeder realistischen Strategie, so Michael Staack, sei es, die Existenz des nordkoreanischen Nuklearwaffenarsenals anzuerkennen – nicht im rechtlichen Sinn, aber als politische Tatsache. Die Sanktionen seien unverzichtbar, müssten aber ergänzt werden durch die Bereitschaft zum politischen Dialog, insbesondere zwischen den USA und Nordkorea. Als Einstieg dafür könne das Konzept des dual freeze genutzt werden: der Verzicht Nordkoreas auf weitere Nuklear- und Raketentests bei gleichzeitiger Reduzierung des Umfang der Militärmanöver von USA und Südkorea.  Weitere Teilnehmer dieses Panels waren Sang-yoon Ma, Generaldirektor für Politikplanung im Außenministerium der Republik Korea, und Jonathan D. Pollack, Senior Fellow an der Brookings Institution und führender Korea-Experte in den USA.