Das knapp 270 Seiten starke, vor kurzem erschienene und von Professor Staack als geschäftsführendem Herausgeber betreute Heft 3-4 (2021) der Zeitschrift „Friedens-Warte“ befasst sich gleich mit zwei hoch aktuellen Schwerpunkten: zentralen Mythen der Sicherheitspolitik und dem Anfang 2021 in Kraft getretenen Atomwaffenverbotsvertrag (AVV). Im Schwerpunkt „Mythen der Sicherheitspolitik II“ werden sechs vorherrschende Narrative der Sicherheitspolitik kritisch hinterfragt und dekonstruiert, zum Beispiel „Der Westen kann die Weltprobleme lösen“ (Jürgen Scheffran) und „Die NATO ist der Kernpunkt deutscher Staatsräson“ (Michael Brzoska/Hans-Georg Ehrhart). Der Schwerpunkt setzt eine entsprechende Debatte im Heft 3-4 (2019) der Friedens-Warte fort und knüpft dabei an Diskussionen in der Studiengruppe Europäische Sicherheit und Frieden der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) an. Im zweiten Schwerpunkt geht es um die Entwicklung der deutschen Position zum AVV (Oliver Meier/Maren Vieluf), um die rechtliche Vereinbarkeit des AVV und des Vertrags über die Nichtverbreitung von Atomwaffen (NVV) und die Frage nach der Legalität von Nuklearwaffen im Lichte völkerrechtlicher Vereinbarungen.
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Zum Beitrag von Michael Staack: Mythos „China ist ein neues Reich des Bösen“