Sicherheits- und Friedensordnungen in Afrika

Im Mittelpunkt des von Hans-Georg Ehrhart  (Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg) und Michael Staack herausgegebenen Buches steht eine lange vernachlässigte Problematik von größter Relevanz: Die Gestaltung von Friedens- und Sicherheitsordnungen in Afrika und die damit zusammenhängenden Probleme auf nationaler und regionaler Ebene. Dementsprechend werfen die zehn Beiträge dieses Buches (ein Grundsatzartikel und neun Fallstudien) Schlaglichter auf Ordnungsbildungsprozesse in Afrika. Sie beleuchten positive Pfade wie etwa die Entwicklung der Afrikanischen Union oder der Staatsbildungsprozesse in Somaliland und problematische Prozesse wie beispielsweise den westlichen Interventionismus in der Sahelregion oder die Rolle der grenzüberschreitenden Kriminalität. Die Autorinnen und Autoren untersuchen regionale, subregionale, nationale und transnationale Entwicklungen auf dem Nachbarkontinent aus afrikanischer und europäischer Sicht. Sie analysieren und kritisieren deutsche und europäische Ansätze, die zu häufig zu kurzfristig orientiert sind und eher die eigene Sicherheit im Blick haben als die Unterstützung nachhaltiger Entwicklung und stabiler Friedens- und Sicherheitsordnungen in Afrika. Sonja Nietz befasst sich mit der Entwicklung des Friedensprozesses in Mali seit 2015; Michael Staack untersucht die Frage, ob Deutschland über eine (neue) Westafrikapolitik verfügt.

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