In einer Stellungnahme warnt die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, dass die Welt vor dem Risiko eines Atomwaffeneinsatzes stehe, das mit der Kuba-Krise im Jahr 1962 durchaus vergleichbar sei. In der Kuba-Krise konnte die nukleare Katastrophe durch eine Kombination von öffentlich kommunizierter Standfestigkeit auf der einen Seite, der Nutzung persönlicher Gesprächskanäle bei gleichzeitig signalisierter Verhandlungsbereitschaft der Parteien auf der anderen abgewendet werden. Auch heute sei beides notwendig. Die VDW fordert den Aufbau bzw. Verstärkung der Krisenkommunikation zwischen den USA und Russland, die Verstärkung diplomatischer Bemühungen für eine Beendigung des Krieges unter Einbindung der Ukraine sowie eine zügige Wiederaufnahme der amerikanisch-russischen Gespräche über Strategische Stabilität und Rüstungskontrolle. Ziel müsse es sein, einen Atomwaffeneinsatz auszuschließen.
Die Stellungnahme wurde von der Studiengruppe Europäische Sicherheit und Frieden der VDW erarbeitet und am 26. Oktober 2022 veröffentlicht sowie unter anderem in der „Berliner Zeitung“ und „Cicero“ dokumentiert. Zur Studiengruppe gehört auch Professor Staack.