Am 31. Februar 2018 wurde der offizielle Bericht des durch die Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF) geförderten internationalen Tagungsprojektes veröffentlicht. Die Teilnehmer der beiden Konferenzen in Hamburg (2016) und Beijing, VR China (2017) waren zahlreiche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Südkorea, der VR China und Deutschland. Im Projektfokus stand die übergeordnete Forschungsfrage, inwiefern europäische und spezifisch deutsche Erfahrungen mit Strategien von Dialog, Entspannung, Vertrauensbildung und Rüstungskontrolle als Lösungsansätze für das Sicherheitsdilemma in Ostasien – auch als Alternative zu neorealistischen Perspektiven (Macht- und Gegenmachtbildung, Sicherheit durch Rüstung) – nutzbar gemacht werden könnten. Insgesamt wurde die skeptische Analyse der Rahmenbedingungen, die dem Projekt zu Grunde lag, weitgehend bestätigt: Ein, wenn nicht das wesentliche Hindernis für eine friedensförderliche Veränderung der Sicherheitskonstellation in Ostasien bilden die wechselseitigen Sicherheitsperzeptionen. Sie erschweren Vertrauensbildung bzw. Kooperation und reproduzieren – gewissermaßen als self-fulfilling prophecy – eine Sicherheitspolitik, die worst case-Szenarien in den Vordergrund stellt. Wissenschaftliche Dialoge zwischen Wissenschaftler/innen aus Europa/Deutschland und Ostasien können ein wichtiger Beitrag sein, um die Konstellation zu verändern – ebenso wie eine eigenständige, kooperative Sicherheit unterstützende Politik von EU bzw. Deutschland in der Region, z.B. im Nordkorea-Konflikt. Weiterer Forschungsbedarf besteht vor allem in Bezug auf die Erfolgsbedingungen, unter denen solche Prozesse gelingen können, z.B. im Politikfeld Rüstungskontrolle. Das trilaterale Projektformat wird (voraussichtlich 2018) unter Einbindung weiterer Akteure aus der Region fortgeführt.