„Deutschland und die EU müssen endlich aktiv die Friedensbemühungen und den innerkoreanischen Dialog unterstützen“, so Hartmut Koschyk, Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums, langjähriger Vorsitzender der Deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe, ehemaliger Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium und seit Ende 2010 auch Ehrenbürger der südkoreanischen Hauptstadt Seoul, in seiner Laudatio auf das von Professor Staack herausgegebene Buch Der Nordkorea-Konflikt: Interessenlagen, Konfliktdimensionen, Lösungswege. Auch deshalb wünsche er diesem wissenschaftlichen Werk eine breite „politische Wirkungsgeschichte“. Das Institut für Koreastudien der Freien Universität Berlin, wichtigstes und größtes Zentrum der Koreaforschung in Deutschland, hatte am 30. Januar 2020 in seine Räume eingeladen, um den Band vorzustellen. „Dieses Buch kommt genau zur richtigen Zeit und leistet mit seinen hervorragenden Analysen einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zur Nordkoreaforschung“, so Professorin Dr. Eun-Jeung Lee, die Leiterin des Instituts für Koreastudien, in ihrer Begrüßungsansprache. Michael Staack als Herausgeber rückte die beiden „roten Fäden“, die die einzelnen Beiträge des Werks verbinden, in den Vordergrund: eine erste Zwischenbilanz der Dialogprozesse auf der koreanischen Halbinsel 2018/19 und eine vorläufige Antwort auf die Frage, ob regionale Rüstungskontrolle in einer neuen Ära des Wettrüstens möglich sei. Das Fenster für einen Erfolg des Prozesses habe sich, so seine Einschätzung, noch nicht völlig geschlossen. In der anschließenden Diskussion mit einem engagierten Fachpublikum mit Expert/innen und Interessierten aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Diplomatie ging es vor allem um die Zukunftsaussichten des Friedensprozesses auf der koreanischen Halbinsel und um die Möglichkeiten Deutschlands und der EU, dort eine konstruktive, friedensfördernde Rolle zu spielen.
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