Außenpolitischer Expert*innendialog in China

Gemeinsam mit Dr. Nadine Godehardt, Wissenschaftlerin an der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin, besuchte Professor Michael Staack vom 18. bis 22. April 2023 die chinesische Hauptstadt Beijing zu Expert*innengesprächen über Fragen der internationalen Ordnungs- und Sicherheitspolitik. Der Besuch erfolgte auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung. Deren Repräsentant in Beijing, Sergio Grassi, nahm ebenfalls an den Gesprächen teil und bereitete das intensive Programm vor. Zu den Diskussionsthemen gehörten Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, Deutschlands „Zeitenwende“-Politik und die „Globale Sicherheitsinitiative“ Chinas, die China-Strategien der Bundesregierung und der EU sowie aktuelle Herausforderungen der Rüstungskontrollpolitik. Gesprächspartner*innen der deutschen Gruppe waren Vertreter*innen namhafter Denkfabriken und Universitäten. Auf chinesischer Seite wurde durchgängig das große Interesse an einer Vertiefung der Beziehungen mit Deutschland und der EU deutlich. Bei allen wichtigen Fragen internationaler Ordnungspolitik, so die Einschätzung von Michael Staack, sei eine Beteiligung Chinas unverzichtbar. Gerade strittige Themen dürften im Dialog nicht ausgeklammert werden. Persönlicher Austausch auf allen Ebenen sei notwendig, um wechselseitige Fehlperzeptionen vermeiden zu können.

Beim Besuch von Nadine Godehardt und Michael Staack handelte es sich um die erste Reise deutscher Außenpolitik-Expert*innen aus der Wissenschaft nach China seit Ende 2019.

Zu den Berichten auf der Homepage der Friedrich-Ebert-Stiftung:

Review of the Research Report „Global Security Initiative“ and „Zeitenwende“

FES Beijing and Grandview jointly hold a Seminar on “The Russia-Ukraine War: Peace Opportunities and Prospects”

 

© Michael Staack
© Michael Staack