Aufruf “Raus aus der Eskalationsspirale! Für einen Neuanfang im Verhältnis zu Russland“

„Mit allergrößter Sorge beobachten wir die sich abermals verstärkende Eskalation im Verhältnis zu Russland. Wir drohen in eine Lage zu geraten, in der ein Krieg in den Bereich des Möglichen rückt. Es gilt deshalb jetzt alles zu tun, um die Eskalationsspirale zu durchbrechen. Ziel muss es sein, Russland und auch die NATO wieder aus einem konfrontativen Kurs herauszuführen.“ Mit diesen eindringlichen Sätzen beginnt der am 5. Dezember 2021 veröffentlichte, von Professor Michael Staack unterstützte Aufruf „Raus aus der Eskalationsspirale“, der inzwischen ein breites Echo gefunden hat. Die 26 Unterzeichner*innen aus Diplomatie, Wissenschaft und Bundeswehr fordern die Einberufung einer neuen Konferenz zur Revitalisierung der europäischen Sicherheitsarchitektur, ein Moratorium für neue Truppenstationierungen und Infrastrukturen beiderseits der russisch-ukrainischen Grenze, die Wiederaufnahme des NATO-Russland-Dialogs sowie einen Neuansatz für die europäische Rüstungskontrolle. Russland müsse den Grundsatz der Unverletzlichkeit der Grenzen achten und auf Drohgebärden wie Großmanöver verzichten. Abschreckung reiche für die Friedenssicherung aber bei weitem nicht aus. Deutschland komme bei den erforderlichen politischen Beratungen eine Schlüsselrolle zu. Der Aufruf wurde initiiert von Professor Johannes Varwick (Universität Halle-Wittenberg), Botschafter a.D. Rüdiger Lüdeking und Brigadegeneral a.D. Reiner Schwalb.

Zum Text des Aufrufs

Gespräch von Professor Staack mit NDR Info

 

Interview mit Professor Varwick beim Deutschlandfunk