Auf der Suche nach Frieden in Mali und der Sahelzone

Die Sahelzone ist seit einigen Jahren verstärkt in den Fokus der deutschen Entwicklungs-, Außen- und Sicherheitspolitik gerückt. Der Hauptfokus des deutschen Engagements liegt auf dem westafrikanischen Mali. Bislang ist der Friedens- und Stabilisierungsprozess vor Ort keine Erfolgsgeschichte. Vielmehr hat sich die Sicherheitslage in den vergangenen Monaten weiter verschlechtert und wirkt sich auch auf benachbarte Staaten aus. Welche Probleme liegen dem Konflikt in Mali zugrunde? Bleibt das Land dauerhaft auf internationale Unterstützung angewiesen? Welche Position nimmt die ECOWAS ein und wie ist die Gründung der G5-Sahel einzuordnen? Welche Rolle spielen die EU, Deutschland und Frankreich? Diese – und andere – aktuelle Fragen behandelte der Vortrag von Sonja Nietz am 13. November 2019 vor dem Afrika-Kollegium Hamburg. Im Mittelpunkt standen der Anspruch und die Wirksamkeit internationaler Stabilisierungsbemühungen sowie mögliche alternative Handlungsoptionen hin zu einem nachhaltigen friedenspolitischen Prozess. Neben Frau Nietz trug auch die Honorar-Konsulin für Mali, Bettina Rhensius-Krohn, ihre Einschätzung der jüngeren Entwicklungen in Mali vor.